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Show: Feel The Sound Style: HandsUp // Dance |
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Im Stadion weinten 40 000 Menschen – doch ihre Tränen gingen uns besonders nahe. Teresa Enke und ihr tapferer Abschied von ihrem Mann Robert Enke (†32).


Der deutsche Fußball-Nationaltorwart starb am Abend des 10. November 2009 an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. „Es hat einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gegeben“, hieß es in einer ersten Stellungnahme der Polizei. Wenig später bestätigte Enkes Berater Jörg Neblung: „Es war Selbstmord.“

Robert Enke hinterlässt Ehefrau Teresa und Tochter Leila. Der Nationaltorhüter gehörte zu den menschlichsten Typen im gesamten Fußballgeschäft. Das Schicksal seiner 2006 verstorbenen Tochter Lara bewegte ganz Fußball-Deutschland. Lara litt an einem hypoplastischen Linksherzsyndrom – einem der schwersten Herzfehler überhaupt.



Soul-Sänger Xavier Naidoo (38) hat ein schlimmes Erlebnis hinter sich: „Als Kind wurde ich missbraucht!“ Darüber sprach der Mannheimer mit den indisch-südafrikanischen Wurzeln ausführlich in einem Interview mit der Jugendzeitschrift „Bravo“.
Es passierte während eines Urlaubs bei seiner Tante in Südafrika, als Xavier Naidoo neun Jahre alt war. Seine Tante beschäftigte einen etwa 60 Jahre alten indischen Gärtner.
Der Sänger: „Eines Tages sagte ich ihm, dass er mich an meinen Vater erinnern würde. Daraufhin lockte er mich in seine Hütte. Ich hatte eine sehr komisches Gefühl, als ich durch die Tür ging. Aber ich dachte, ich müsste höflich sein und ihm gehorchen.“
Naidoo weiter: „Er hatte meine Aussage ganz offensichtlich falsch verstanden, als Freibrief für Missbrauch. Plötzlich saß ich auf seinem Bett, und er meinte: ,Deinen Vater küsst du doch bestimmt auch?' Wenige Sekunden später lag er auf mir.“
Er habe sich damals „nicht getraut“ zu schreien. „Ich wollte nicht, dass er Angst bekommt, erwischt zu werden und mir im Affekt den Hals umdreht. Zum Glück habe ich es irgendwie geschafft, mich aus der Situation hinauszuwinden.“
Der Gärtner sagte noch, das müsse „unser Geheimnis bleiben.“ Und Naidoo schwieg. Erst vor einigen Jahren erzählte er seiner Mutter, was damals passiert war. „Ich habe mich für das alles geschämt. Aber das ist wohl typisch für Missbrauchs-Opfer“, so der Sänger zu „Bravo“.
2001 ging Naidoo mit seinem Erlebnis erstmals an die Öffentlichkeit, als er den Falco-Song „Jeanny“ neu aufnahm und die Erlöse Kindern mit Missbrauchserfahrung stiftete.

Sie plante den Tod ihrer Mitschüler und Lehrer – Tanja O., das Amok-Mädchen von St. Augustin. Ab heute wird der 16-Jährigen der Prozess gemacht. Zum Auftakt traf Opfer Anna P. (18) vor Gericht auf die Angeklagte.
Die Staatsanwaltschaft wirft Tanja O. versuchten Mord und Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion vor. 10 Jahre Haft, höchstmögliche Jugendstrafe, drohen – oder die Einweisung in die Psychiatrie.
Landgericht Bonn, Saal 1.19. Als die Angeklagte um 9 Uhr den Verhandlungsraum betritt, muss die Ă–ffentlichkeit drauĂźen bleiben.
Der Prozess findet aus Jugendschutzgründen hinter verschlossenen Türen statt. Zuerst wird die Anklage verlesen, danach wird eine Aussage von Tanja O. erwartet. Wie das Amok-Mädchen vor Gericht auftritt, wie sie sich fühlt, was sie sagen wird, warum sie es getan hat – nur die Prozessbeteiligten (Richter, Anwälte, Staatsanwalt, Gutachter) werden alles verfolgen können. Rückblick.
Am Morgen des 11. Mai betritt Gymnasialschülerin Tanja O. (10. Klasse) ihre Schule. Sie sucht die Mädchentoilette auf. Im Rucksack: 10 Molotowcocktails (benzingefüllt, selbstgebaut).
Um die Hüfte: ein japanisches Kurzschwert (für 70 Euro im Internet gekauft). Woher dieser Hass? Ihr Motiv: Massive Probleme mit dem streng gläubigen Elternhaus (russisch-orthodox) sowie Lehrern und Mitschülern.
Laut Anklage will sie zuerst einen Lehrer mit dem Samuraischwert niederstechen, um so an die Schlüssel für die Klassenräume zu gelangen. Danach Zimmer für Zimmer in Brand setzen – und von außen die Türen verschließen! Damit alle Schüler und Lehrer aus der Feuerhölle nicht entkommen können.
Das Blutbad verhindert in letzter Sekunde Schülerin Anna P. (18), weil sie Tanja O. auf der Toilette überrascht. Tanja will Anna abstechen, verletzt sie schwer an Händen und Armen. Daraufhin flüchtet das Amok-Mädchen nach Köln, stellt sich dort der Polizei. Der Prozess muss nun auch klären, ob die offenbar psychisch labile Angeklagte voll schuldfähig ist.
Seit der Verhaftung befindet sich die 16-Jährige in einer geschlossenen Klinik. Sie soll selbstmordgefährdet sein.